In diesem Beitrag vom 23.06.2026 beleuchtet die Sendung Nano das Phänomen des Schulabsentismus bei autistischen Kindern mit PDA-Profil.
Ein Auszug aus der Beschreibung:
„Warum werden für manche Kinder selbst alltägliche Dinge zur unüberwindbaren Hürde? Der achtjährige Sohn von Vanessa gerät schon bei scheinbar einfachen Anforderungen in extremen Stress. Hinter den heftigen Reaktionen steckt ein bislang wenig bekanntes Profil im Autismus-Spektrum, das Familien vor enorme Herausforderungen stellt. Während Eltern und Fachleute nach Lösungen suchen, geraten viele Betroffene zwischen ihre Bedürfnisse und die Anforderungen des Schulsystems.“
So wichtig dieser Beitrag ist, ist doch bereits der Titel voll ableistischer Annahmen: „faul“ oder „krank“, das sind die einzigen Optionen, wenn die Antwort im Fall von PDA doch meistens einfach nur „anders“ heißt. Es bedeutet, dass die Gesellschaft auf eine Weise organisiert ist, die für die Betroffenen nicht funktioniert.
Wenn eine Gehbehinderte Person daran scheitert, eine Treppe hochzugehen, würden wir sie dafür hoffentlich weder als „faul“ noch als „krank“ bezeichnen. Wir würde im besten Fall anerkennen, dass diese Art von Infrastruktur für diese Person nicht barrierefrei ist, und dass es alternative Zugänge braucht, um die Barrieren abzubauen.
Ein analoges Verständnis ist für Neurodivergenz in der Bevölkerung leider kaum vorhanden.

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